10 Tipps für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hast du die Möglichkeit, deinen Lebensstandard aufrecht zu erhalten, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst. Deshalb zählt sie zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Wir verraten dir zehn Tipps, die du beim Abschluss einer BU-Police beachten kannst.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)?

Wer krank wird und den eigenen Beruf nicht mehr ausüben kann, steht schnell vor finanziellen Herausforderungen. Die staatliche Absicherung über die Erwerbsminderungsrente ist knapp bemessen und wird nur unter bestimmten Bedingungen gezahlt. Der gewohnte Lebensstandard lässt sich damit in der Regel nicht halten. Für diesen Fall kann die private Berufsunfähigkeitsversicherung einspringen. 

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle sinnvoll, die einer Tätigkeit nachgehen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Existenz von der Arbeitskraft und diesem Gehalt abhängt oder damit ein wesentlicher Anteil zum Lebensunterhalt einer Familie eingebracht wird.  

Tipp 1: Wer früh abschließt, spart Geld

Je früher du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, desto besser. Denn es gilt: je jünger, desto günstiger. Und: Je später der Einstieg, desto größer das Risiko, dass bereits Krankheiten vorliegen, welche den Beitrag verteuern. Im schlimmsten Fall kannst du dich sich gar nicht mehr absichern.

Tipp 2: Ausreichend Berufsunfähigkeitsrente versichern

Je näher die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente deinem Nettoeinkommen kommt, desto besser bist du im Ernstfall geschützt und kannst deine laufenden Ausgaben ausreichend decken. Grundsätzlich solltest du mindestens 75 Prozent deines aktuellen Nettoeinkommens beziehungsweise mindestens 1.000 Euro absichern.

Tipp 3: Das Absicherungsniveau halten

Nichts bleibt, wie es ist. Das gilt auch für die Kaufkraft des Geldes. Egal, in welcher Höhe du deine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt: Achte am besten darauf, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Beitragsdynamik abzuschließen. Dadurch steigt deine versicherte Leistung regelmäßig um einen festgelegten Wert an, sodass für dich die Möglichkeit besteht, die Inflation ausgleichen zu können.  

Tipp 4: Die richtige Versicherungsdauer wählen

Sinnvollerweise sollte die Berufsunfähigkeit für den Zeitraum der Berufstätigkeit abgeschlossen werden, also bis zum 65. beziehungsweise 67. Lebensjahr. Diese Versicherungsdauer ist empfehlenswert, denn ab dem Alter von 67 solltest du mit der gesetzlichen Rente und der privaten Altersvorsorge deinen Lebensunterhalt finanzieren können.  

Tipp 5: Gesundheitsfragen ehrlich beantworten

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, muss Fragen zum Gesundheitszustand beantworten. Vermeide fehlerhafte Angaben, sonst riskierst du im schlimmsten Fall deinen Versicherungsschutz und erhältst keine Leistung.  

Tipp 6: Wähle einen Tarif mit Nachversicherungsgarantie

Die Nachversicherungsgarantie gibt dir die Möglichkeit, dass du die Berufsunfähigkeitsrente auf einen Schlag erhöhen kannst, wenn sich deine Lebensumstände durch Heirat, Geburt eines Kindes, Gehaltserhöhung und vieles mehr ändern. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist dafür nicht erforderlich – auch wenn sich dein Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert hat.

Tipp 7: Prüfe, ob der Vertrag auf eine abstrakte Verweisung verzichtet

Achte darauf, dass der Tarif auf eine sogenannte abstrakte Verweisung verzichtet. Denn sieht die Berufsunfähigkeitsversicherung diese vor, kann dich das Versicherungsunternehmen auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest – unabhängig davon, ob es dafür eine offene Stelle gibt. Die monatliche Berufsunfähigkeitsrente erhältst du dann nicht.

Tipp 8: Alternativen prüfen

Es gibt Fälle, in denen der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht klappt, zum Beispiel bei rein künstlerischen Berufen, wenn psychische Vorerkrankungen vorliegen oder weil aufgrund des Berufsbildes der Beitrag schlicht und ergreifend zu teuer wäre. Eine sinnvolle Alternative kann hier die Grundfähigkeitsversicherung sein.

Tipp 9: Teilzeit gefällig?

Bist du in Teilzeit angestellt oder planst später vielleicht eine Teilzeit-Tätigkeit? Dann achte darauf, dass der Vertrag im Leistungsfall eine spezielle Lösung für Teilzeitkräfte ohne jegliche Einschränkungen vorsieht. 

Tipp 10: In Ausbildung? Aufgepasst!

Auch für Schulkinder, Auszubildende oder Studierende kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits sinnvoll sein. Da ihre Gesundheitsakte meist keine oder nur wenige Vorerkrankungen aufweist, wirkt sich dieser Gesundheitszustand positiv auf die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten sie beziehungsweise ihre Erziehungsberechtigten jedoch darauf achten, ob in den Bedingungen der BU-Police geregelt ist, dass die konkrete Schulunfähigkeit, Ausbildungsunfähigkeit oder Studierunfähigkeit ebenfalls abgesichert ist.  

Interesse an einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wir finden gemeinsam mit dir heraus, wie du dich am besten absichern kannst!