Ausbalanciert: Wenn sich Arbeit und Privatleben vertragen

Auf der Suche nach spannenden Aufgaben, einem attraktiven Gehalt und Karrierechancen? Na klar! Für immer mehr Berufseinsteiger ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Job und Freizeit aber mindestens genauso entscheidend. Welchen Stellenwert eine gesunde Work-Life-Balance einnimmt, zeigt eine aktuelle Studie unter Akademikern: Für 61 Prozent der Befragten gehört sie zu den drei wichtigsten Karrierezielen.

Das Problem mit dem Gleichgewicht

Endlich Feierabend und ab zum Sport oder noch mit ein paar Freunden in die Bar? Doch anstatt zu entspannen, denken Sie ständig an Berufliches? Kein Wunder – Leistungs- und Zeitdruck sowie ständige Erreichbarkeit gehören in unserer Gesellschaft dazu. Zusätzlich tragen die stetig wachsenden Anforderungen im Berufsleben dazu bei, dass das Privatleben zu kurz kommt. Dadurch fällt es zunehmend schwerer, mal richtig abzuschalten.

Ist das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben gestört, reagiert auch unser Körper. Gesundheitliche Folgen können Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Herzrasen und Schlafstörungen bis hin zu Depressionen und Burnout sein. Wichtig ist: Um dem entgegenzuwirken, kommt es nicht nur darauf an, wie man seinen Ausgleich in der Freizeit findet. Ebenso zählt all das, was während der Arbeit passiert. Über Vorträge zur Stressreduktion, Yoga in der Mittagspause oder flexible Arbeitszeit-Modelle versuchen immer mehr Unternehmen einen besseren Ausgleich zu gewährleisten und die Vereinbarkeit mit dem Privatleben zu ermöglichen.

Tipps für mehr Ausgeglichenheit

Wenn Ihr Arbeitgeber Work-Life-Balance Maßnahmen anbietet und darüber hinaus noch auf vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre Wert legt, dann haben Sie das große Los gezogen. Mangelt es jedoch an Angeboten ist es an der Zeit, selbst aktiv zu werden. Denn schließlich geht es um nichts weniger als die eigene Gesundheit – und sich darum zu kümmern, sollte nicht nur Aufgabe der Firma sein. Hinzu kommt: Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen, denen der Arbeitgeber allein nicht gerecht werden kann.

Zeit also, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und für die individuelle Balance zu sorgen. Wir haben ein paar Tipps für Sie:

Tipps für Ihre Work-Life-Balance

Nehmen Sie sich Zeit

Tragen Sie Termine mit Ihnen selbst in Ihren Kalender ein – zum Beispiel ein Buch lesen, zum Sport gehen oder ausgiebig kochen. So können Sie einfacher auch Verabredungen mit sich selbst einhalten.

Feiern Sie kleine Erfolge

Legen Sie Teilerfolge fest, anstatt das große Ganze zu planen. Arbeiten Sie in kleinen Schritten und sorgen Sie dafür, dass Sie nach einem geschafften Arbeitstag mit vielen Häckchen auf Ihrer To-Do-Liste und einem guten Gewissen nach Hause gehen können.

Schalten Sie ab

Machen Sie auch mal Pause von Facebook, WhatsApp und Co. Schalten Sie vor allem abends Ihr Smartphone ganz bewusst aus und schnappen Sie sich ein Buch.

Bleiben Sie fit

Statt auf die Couch heißt es: aufraffen und noch eine Runde an der frischen Luft joggen. Lassen Sie Ihre Gedanken ziehen und setzen Sie Glückshormone frei.

Atmen Sie bewusst

Die Nase einfach mal zum Fenster rausstrecken und ganz bewusst tiefe Atemzüge nehmen, wirkt sehr erfrischend. Auch wichtig: Pausen mit Kollegen an der frischen Luft einplanen.

Seien Sie dankbar

Wofür sind Sie dankbar? Nehmen Sie sich morgens ein paar Minuten Zeit und notieren Sie sich drei Dinge, für die Sie dankbar sind. So lenken Sie Ihre Gedanken auf schöne Dinge und starten mit einem positiven Gefühl in den Tag.

Belohnen Sie sich

Sie haben eine Aufgabe beendet? Dann gönnen Sie sich dafür erst einmal etwas Schönes! Schließen Sie ganz bewusst mit dem Projekt ab. So können Sie erfrischt die nächste Herausforderung angehen.

Finden Sie Ihren Weg

Welche persönlichen Trigger für mehr Ausgeglichenheit wirken bei Ihnen? Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und folgen Sie Ihrer inneren Stimme.

So geht´s bei uns:

„Für mich müsste es eher Life-Work-Balance heißen, da ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben im Vordergrund stehen. Dies zu realisieren ist recht einfach, wenn man, wie ich, einer Tätigkeit nachgeht, die man kaum als Arbeit empfindet. Dazu gehört für mich auch den Freiraum und die Flexibilität zu besitzen, selbst entscheiden zu können, wie viel, wann und von wo man arbeitet. Ich liebe es zum Beispiel zu reisen und nehme mir gerne auch mal vier Wochen im Winter Zeit, um Freunde in Kenia zu besuchen. Gleichzeitig übernehme ich gerne aber auch mal mehr Aufgaben, wodurch mein Kalender sehr schnell sehr voll werden kann. Ich weiß aber, dass ich anders planen könnte, sollte ich mehr „Freizeit“ benötigen.“

Martin Krüger, selbstständiger Handelsvertreter für Deutsche Proventus AG

Martin Krüger, selbstständiger Handelsvertreter für Deutsche Proventus AG