Was ist neu 2018?

Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele neue Regelungen und Gesetze. Damit Sie nichts verpassen und auf dem aktuellsten Stand sind, geben wir Antworten auf die Frage: Was ist neu 2018?

Keine Abweichungen mehr beim Mindestlohn

Die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 Euro pro Arbeitsstunde ändert sich 2018 zwar nicht, dafür gilt er jetzt ohne Ausnahmen. 2017 waren tarifvertragliche Abweichungen vom gesetzlichen Mindestlohn, beispielsweise in der Landwirtschaft, noch erlaubt. Das ist seit dem 1. Januar 2018 vorbei. Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn von 8,84 Euro pro Arbeitsstunde liegen, sind jetzt nicht mehr zugelassen.

Mehr Transparenz bei Gehältern
2018 bringt mehr Transparenz bei Gehaltsunterschieden zwischen Frauen und Männern. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten arbeiten, haben seit Jahresbeginn einen Auskunftsanspruch darüber, wie ihre Kollegen bei einer gleichartigen Tätigkeit bezahlt werden. Benachteiligungen sollen so leichter erkannt und behoben werden.

Mehr Schutz vor Lockanrufen
Seit dem 15. Januar wird für insgesamt 22 internationale Vorwahlen vor dem Herstellen der Verbindung eine kostenlose Preisansage geschaltet. So sollen Verbraucher besser vor einer Telefonabzocke mit sogenannten Ping-Anrufen geschützt werden. Bei diesen Anrufen versuchen Betrüger, durch ein kurzes Anklingeln auf dem Handy einen Rückruf zu provozieren. Ruft der Verbraucher die angezeigte Rufnummer tatsächlich zurück, führt ihn die Verbindung ins ferne Ausland. Das Telefonat kostet dann nicht selten mehrere Euro pro Minute. Durch die neue Preisansage kann der Anrufer sofort wieder auflegen, ohne dass ihm Kosten entstehen.

Höhere Kfz-Steuern für Neuwagen
Wer sich ein neues Auto zulegen möchte, sollte das am besten noch vor dem 1. September tun – so die Empfehlung der Verbraucherzentrale NRW. Das liegt daran, dass die Kfz-Steuer ab September aufgrund eines neuen Testverfahrens zur Abgasemissionsbestimmung für Neuzulassungen eventuell höher ausfallen wird. Für Fahrzeuge, die bis dahin bereits zugelassen sind, wird sich jedoch nichts ändern.

Neue EU-Datenschutzgrundverordnung
Ob Name, E-Mail-Adresse oder Aktivitäten im Internet – Unternehmen speichern verschiedene persönliche Daten der Verbraucher. Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 ist das nicht mehr ohne weiteres möglich. Diese regelt den Datenschutz innerhalb der EU erstmals einheitlich. Ziel ist es, die Daten der Bürger besser zu schützen. Das bedeutet, personenbezogene Daten dürfen nur noch mit der ausdrücklichen Zustimmung des Verbrauchers und ausschließlich für festgelegte Zwecke gespeichert werden und zwar ausnahmslos so, dass sie sicher vor Datenklau sind. Außerdem haben Verbraucher mit der neuen Verordnung ein Auskunftsrecht. Bedeutet: Wer wissen möchte, welche Daten ein Unternehmen von ihm gespeichert hat und verwendet, kann das auf Nachfrage erfahren und diese auf Wunsch auch wieder löschen lassen.

Grenzenloses Streamen

Beim Strandurlaub in Spanien die Lieblingsserie auf Netflix schauen – ab dem 20. März 2018 ist das tatsächlich möglich. Bisher wurde durch das sogenannte Geoblocking verhindert, dass die Abonnenten von Streaming-Diensten diese außerhalb von Deutschland nutzen konnten. Im März fallen die Ländersperren innerhalb der EU weg. Nutzer von Netflix, Sky Go, Amazon Prime und Co. müssen dann während ihres Aufenthalts in anderen EU-Staaten nicht mehr auf ihren Film- und Seriengenuss verzichten.

Abschied vom 500-Euro-Schein
Nur wenige haben ihn bisher überhaupt in den Händen halten dürfen und die Chancen dazu sinken 2018 noch weiter. Die größte unter den sieben Euro-Banknoten wird ab Jahresende nicht mehr gedruckt und ausgegeben. Mit der Abschaffung des 500-Euro-Scheins wollen Europas Währungshüter Kriminellen das Handwerk erschweren, die ihn gerne für illegale Geschäfte wie die Terrorfinanzierung und Geldwäsche nutzen. Wer Ende des Jahres noch einen 500er besitzt, braucht sich allerdings keine Sorgen zu machen: Die im Umlauf befindlichen Scheine bleiben ein gesetzliches Zahlungsmittel und sind unbegrenzt umtauschbar.

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