Life Hacks: Immobilienfinanzierung

Die eigenen vier Wände – für viele Menschen eines der wichtigsten Ziele im Leben und ein gutes Polster für die Altersvorsorge. Ein durchdachter Finanzierungsplan ist dabei ganz entscheidend. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Stein auf Stein: So finanzierst du dein Eigenheim
Egal, ob du bauen oder kaufen willst: Die Finanzierung deiner Immobilie ist eine langfristige Angelegenheit. Im Schnitt zahlen die Deutschen ihr Eigenheim über einen Zeitraum von rund 25 Jahren ab. Das ist eine lange Zeit, in der sich die persönlichen Lebensumstände verändern können. Für einen ausgewogenen Mix aus Planungssicherheit und Flexibilität solltest du verschiedene Bausteine für dein Finanzierungskonzept nutzen.

Bausparvertrag: Niedrige Zinsen sichern
Der Bausparvertrag ist ein Klassiker der Immobilienfinanzierung und eignet sich besonders gut, um bereits in jüngeren Jahren Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Das Prinzip: Während einer Ansparphase (Richtwert sieben bis zehn Jahre) zahlst du monatlich einen festen Betrag auf das Bausparkonto ein. Durch die gegenwärtigen Niedrigzinsen erhältst du zwar nur geringe Guthabenzinsen. Dafür sicherst du dir jedoch heute ein zinsgünstiges Darlehen für später. Dessen Zinssatz steht heute schon fest, selbst wenn du dein Bauspardarlehen erst in zehn Jahren abrufst und das Zinsniveau bis dahin wieder kräftig gestiegen ist.
Über die komplette Bausparsumme aus Guthaben und Kredit kannst du verfügen, sobald du das vertraglich vereinbarte Ansparziel erreicht hast (Richtwert 30 bis 40 Prozent der Bausparsumme).

Baukindergeld: Zuschuss vom Staat beantragen
Seit dem 18. September 2018 gibt es für Familien und Alleinerziehende, die sich den Traum eines Eigenheims erfüllen möchten, mit dem Baukindergeld eine neue staatliche attraktive Förderung. Den Zuschuss kannst du bei der KfW-Bankengruppe beantragen und musst ihn nicht zurückzahlen. Über eine Dauer von 10 Jahren sind jährlich bis zu 1.200 Euro pro Kind möglich. Unter welchen Voraussetzungen du Anspruch auf das Baukindergeld hast, wie du den KfW-Antrag (KfW424) stellst und welche Fristen du einhalten musst, erfährst du hier.

Immobilienkredit: Solide Basis schaffen
Fester Bestandteil deiner Immobilienfinanzierung ist in der Regel auch ein klassisches Bankdarlehen, das in festen monatlichen Raten über einen längeren Zeitraum zurückgezahlt wird. Dein Haus oder deine Eigentumswohnung dient der Bank dabei als Kreditsicherheit. Allerdings finanzieren die Kreditinstitute in der Regel nicht den vollen Kaufpreis, sondern maximal 60 bis 80 Prozent des Immobilienwertes. Dazu kommen noch Kaufnebenkosten, beispielsweise für Makler, Notar und Grunderwerbsteuer. Dafür kannst du etwa 15 bis 20 Prozent des Kaufpreises veranschlagen. Für eine solide Finanzierung solltest du deshalb mindestens 20 Prozent der kompletten Kaufsumme (inklusive Nebenkosten) als Eigenkapital mitbringen.

Tipp: Für einen Neubau oder auch für die Modernisierung einer Immobilie kannst du als zusätzlichen Finanzierungsbaustein auch zinsgünstige Förderkredite und Investitionszuschüsse nutzen. Diese gibt es z. B. für energieeffizientes oder barrierefreies Wohnen. Die Förderprogramme erweitern deinen finanziellen Spielraum und können helfen, deine monatliche Belastung etwas zu senken.

Tipp: Für einen Neubau oder auch für die Modernisierung einer Immobilie kannst du als zusätzlichen Finanzierungsbaustein auch zinsgünstige Förderkredite und Investitionszuschüsse nutzen. Diese gibt es z. B. für energieeffizientes oder barrierefreies Wohnen. Die Förderprogramme erweitern deinen finanziellen Spielraum und können helfen, deine monatliche Belastung etwas zu senken.